Öl‐ und Glykol‐Rückhaltung

//Öl‐ und Glykol‐Rückhaltung
Öl‐ und Glykol‐Rückhaltung2017-01-16T18:22:57+00:00

Basic

AuRü ÖGP
  • Edelstahl‐Auffangwanne
  • Öl‐Abscheider
  • Standard‐Kugelhahnventil
  • Schal­t­elek­tro­nik
  • Druck‐Sensorik

Pre­mi­um

AuRü LW
  • Edelstahl‐Auffangwanne
  • Öl‐Abscheider
  • 1‐Sekunden‐Ventil
  • Schal­t­elek­tro­nik
  • Druck‐Sensorik
  • Glykol‐Sensorik
  • Wasser‐Sensorik
  • Hochleistungs‐Heizeinsatz

Unter­schie­de tun sich auf

Unse­re Vari­an­ten für Öl und Gly­kol im Ver­gleich

Wie in jedem Pro­dukt­seg­ment bie­ten wir auch im Bereich der Öl‐ und Gly­kol­rück­hal­tung unter­schied­li­che Pro­duk­te an und möch­ten Ihnen trans­pa­rent und detail­liert die Unter­schie­de zwi­schen den Sys­te­men nahe brin­gen. Sie haben die Qual der Wahl und kön­nen sich für eine kos­ten­güns­ti­ge oder eine zukunfts­wei­sen­de Lösung ent­schei­den.

Grund­sätz­lich müs­sen Anla­gen zum Umgang mit was­ser­ge­fähr­den­den Stof­fen so errich­tet und betrie­ben wer­den, dass „eine nach­tei­li­ge Ver­än­de­rung der Eigen­schaf­ten von Gewäs­sern nicht zu besor­gen ist“. Dies gilt ohne Aus­nah­me, d.h. „Frei­men­gen“ sind nicht gege­ben.

Die­ser sog. „Besorg­nis­grund­satz“ besagt, dass kei­ne noch so wenig nahe­lie­gen­de Wahr­schein­lich­keit der Ver­un­rei­ni­gung des Gewäs­sers bestehen darf: ein Scha­dens­ein­tritt muss nach mensch­li­chem Ermes­sen unwahr­schein­lich sein.

Um das Schutz­ziel zu errei­chen, ist für jede Anla­ge ein Sicher­heits­kon­zept zu erstel­len, das grund­sätz­lich Anfor­de­run­gen aus fol­gen­den vier Berei­chen ent­hal­ten muss:

  • All­ge­mei­ne Sicher­heit (pri­mä­re Sicher­heit) Eig­nung, Zuver­läs­sig­keit aller Anla­gen­tei­le gegen­über allen Belas­tun­gen und Ein­wir­kun­gen
  • Mehr­fach­si­cher­heit (sekun­dä­re Sicher­heit) red­un­dan­te tech­ni­sche Schutz­vor­keh­run­gen
  • Eigen‐ und Fremd­über­wa­chung (ter­tiä­re Sicher­heit)
  • Repa­ra­ti­ve Maß­nah­men (quar­tä­re Sicher­heit) Mög­lich­kei­ten und Erfolgs­aus­sich­ten bei Scha­dens­fäl­len

Damit ver­bun­den ist eine Hin­weis­pflicht beim Auf­bau von Anla­gen, die von dem Her­stel­ler, Fach­pla­ner und Anla­gen­bau­er erbracht wer­den muss (Was­ser­haus­halts­ge­setz § 5 All­ge­mei­ne Sorg­falts­pflich­ten).

Die Anla­gen­ver­ord­nung kon­kre­ti­siert die Anfor­de­run­gen und Wege, mit denen das Schutz­ziel des Was­ser­haus­halts­ge­set­zes und das o.g. Sicher­heits­kon­zept umge­setzt wer­den sol­len. Die Kon­kre­ti­sie­rung der mate­ri­el­len Anfor­de­run­gen trifft die Anla­gen­ver­ord­nung im Wesent­li­chen in den

  • Grund­satz­an­for­de­run­gen (§ 3)

„Aus­tre­ten­de was­ser­ge­fähr­den­de Stof­fe müs­sen schnell und zuver­läs­sig erkannt, zurück­ge­hal­ten sowie ord­nungs­ge­mäß und schad­los ver­wer­tet oder besei­tigt wer­den. Im Regel­fall müs­sen die Anla­gen mit einem dich­ten und bestän­di­gen Auf­fang­raum aus­ge­rüs­tet wer­den, sofern Sie nicht dop­pel­wan­dig und mit Leck­an­zei­ge­ge­rät ver­se­hen sind“

  • Anhän­gen (Anhang 1 bis 6)
  • all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik, die aus­drück­lich für die­sen Bereich ein­ge­führt wer­den und
  • Mög­lich­kei­ten für Ein­zel­fäl­le gleich­wer­ti­ge tech­ni­sche Lösun­gen zu wäh­len.

Betrei­ber­pflich­ten: Die Umset­zung der Anfor­de­run­gen der VAwS ist zunächst Auf­ga­be des Anla­gen­be­trei­bers. Mit den sog. Betrei­ber­pflich­ten wird der Eigen­ver­ant­wort­lich­keit des Anla­gen­be­trei­bers ein hoher Stel­len­wert zuge­wie­sen. Sie umfas­sen im Wesent­li­chen die Ver­pflich­tung

  • Arbei­ten an Anla­gen durch Fach­be­trie­be aus­füh­ren zu las­sen (Fach­be­triebs­pflicht)
  • Anla­gen stän­dig zu über­wa­chen (Eigen­über­wa­chung)
  • Anla­gen durch zuge­las­se­ne Sach­ver­stän­di­ge über­wa­chen zu las­sen (Fremd­über­wa­chung)
  • beim Befül­len und Ent­lee­ren von Anla­gen beson­de­re Sorg­falt anzu­wen­den
  • zu Anla­gen Betriebs­an­wei­sun­gen und Anla­gen­ka­tas­ter zu füh­ren.

Im Fall eines Umwelt­scha­dens greift das Umwelt­scha­dens­ge­setz sowie das Umwelt­haf­tungs­ge­setz.

Der Betrei­ber haf­tet für durch sei­ne Anla­gen ver­ur­sach­ten Schä­den in vol­ler Höhe und dies ohne Haf­tungs­höchst­gren­zen. Eine behörd­li­che Geneh­mi­gung schützt den Betrei­ber nicht vor Stra­fe, für behörd­lich geneh­mig­te Tätig­kei­ten haf­ten die Unter­neh­men. Natür­lich kann der Betrei­ber Regress­an­sprü­che gegen­über Drit­te stel­len, denen als Fach­be­trieb bzw. Fach­pla­ner die fach­ge­rech­te Pla­nung und Aus­füh­rung über­tra­gen wur­den.

Die Nicht­ein­hal­tung des WHG ist dar­über hin­aus eben­falls mit einer Geld­stra­fe belegt und beläuft sich auf maxi­mal 50.000 EUR — kommt es nun noch zu einem Scha­den, weil der Betrei­ber aus Kos­ten­grün­den kei­ne Sicher­heits­vor­keh­rung für sei­ne Maschi­nen getrof­fen hat, kom­men wei­te­re Kos­ten hin­zu.

Unse­re Basic‐Variante AuRü ÖGP – der Öl‐ und Gly­kol­pro­tek­tor – ent­spricht dem all­ge­mei­nen Grund­schutz für Anla­gen, die mit Ölen und Gly­ko­len arbei­ten. Der ÖGP ist auf Basis der aktu­el­len Gesetz­ge­bung ent­wi­ckelt wor­den und arbei­tet somit geset­zes­kon­form.

Unser Premium‐Produkt, der AuRü LW, ist zukunfts­ver­siert ent­wi­ckelt wor­den und wird kon­form der Gesetz­ge­bung der nächs­ten Jah­re sein. Wenn Sie sich für die­ses Pro­dukt ent­schei­den, pro­fi­tie­ren Sie nicht nur von den neu­es­ten tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen im Bereich des anla­gen­be­zo­ge­nen Gewäs­ser­schut­zes, son­dern stat­ten Ihre Anla­gen auch mit Sys­te­men aus, die in den nächs­ten Jah­ren den Geset­zen in Deutsch­land und Euro­pa im vol­len Umfang ent­spre­chen.

Pro­ble­ma­tik bei offe­nen Sys­te­men

Nach­spei­se­an­la­gen und die Druck­über­wa­chung

Eine Nach­spei­se­an­la­ge ver­sucht, den Druck eines Wasser‐Glykol‐Kreislaufes kon­stant zu hal­ten. Somit ist eine Lecka­ge­über­wa­chung über den Druck tech­nisch nicht mög­lich. Daher emp­feh­len wir, bei offe­nen Sys­te­men gene­rell auf den AuRü LW zurück­zu­grei­fen. Soll­ten Sie zu die­sem The­ma Fra­gen haben, spre­chen Sie uns ger­ne an. Wir ste­hen Ihnen mit Rat und Tat zur Sei­te.

Es geht nichts über eine gute Pla­nung

Eine voll­flä­chi­ge Unter­kon­struk­ti­on ist gene­rell das bes­te Fun­da­ment für eine schwe­re Last. Häu­fig wer­den jedoch auch Strei­fen­fun­da­men­te oder Stahl­un­ter­kon­struk­tio­nen gewählt, die die Last der Maschi­ne und die des Rück­hal­te­sys­tems tra­gen. Wich­tig: Rück­hal­te­sys­te­me erfor­dern, dass die­se ohne Gefäl­le instal­liert wer­den. Ist dies aus ört­li­chen Gege­ben­hei­ten nicht mög­lich, soll­ten Sie mit uns das Gespräch suchen. Wir haben für vie­le Fäl­le Son­der­lö­sun­gen, die wir Ihnen anbie­ten kön­nen.

Unse­re Sicher­heits­sys­te­me set­zen vor­aus, dass die­se gestützt wer­den, da sie nicht selbst­tra­gend sind. Die Unter­kon­struk­ti­on kann bei­spiels­wei­se ein Streifen‐, Beton‐ oder voll­flä­chi­ges Fun­da­ment sein oder eine Stahl­un­ter­kon­struk­ti­on. Ger­ne unter­stüt­zen wir Sie mit unse­rer Erfah­rung bei der Aus­wahl einer geeig­ne­ten Unter­kon­struk­ti­on.

Nichts des­to trotz soll­ten Sie bei der sta­ti­schen Aus­le­gung Ihrer Unter­kon­struk­ti­on und derer tra­gen­den Tei­le beden­ken, dass das Wan­nen­sys­tem bis zum Rand gefüllt sein könn­te und die­se Last abge­fan­gen wer­den kann. Bei Ange­bo­ten erhal­ten Sie gene­rell von uns das Leer‐ und Betriebs­ge­wicht unse­rer Sys­te­me, sodass Sie die­se Wer­te bei der sta­ti­schen Aus­le­gung zugrun­de legen kön­nen.

Es gibt immer wie­der Irri­ta­tio­nen, wel­che Maschi­ne wel­ches Medi­um ein­setzt. Selbst Maschi­nen, die vom Her­stel­ler so beschrie­ben wer­den, dass sie kein Öl ver­wen­den, ver­wen­den den­noch Schmier­mit­tel bei Ven­ti­la­to­ren, beweg­li­chen Tei­len usw.

Wir pfle­gen eine Daten­bank über am Markt erhält­li­che Maschi­nen und kön­nen Ihnen zu den ein­zel­nen Gerä­ten wei­te­re Infor­ma­tio­nen geben, sodass Sie auch das Pro­dukt aus­wäh­len kön­nen, das Sie wirk­lich benö­ti­gen.

Abge­se­hen von unse­ren Stan­dard­grö­ßen sind alle Auffang‐ und Rück­hal­te­sys­te­me Son­der­an­fer­ti­gun­gen für Ihren Ein­satz­zweck. Dem­entspre­chend legen wir auch jeder Lie­fe­rung einen Ver­le­ge­plan mit bei und kön­nen Sie auch bei der Mon­ta­ge und War­tung unter­stüt­zen. Die Mon­ta­ge­an­lei­tung beinhal­tet neben den ein­zel­nen Mon­ta­ge­schrit­ten auch wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur War­tung und War­tungs­in­ter­vall.

Möch­ten Sie unse­ren Wartungs‐ und Instal­la­ti­ons­ser­vice nut­zen, spre­chen Sie uns doch bit­te direkt an.